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Die interessantesten Trends der Fensterbau Frontale 2026
Die diesjährige Messe Fensterbau Frontale 2026 in Nürnberg zeigte einen sehr deutlichen Wandel im Denken über Fenster- und Türsysteme. Es ist nicht mehr ein Markt, auf dem man allein mit technischen Parametern oder kosmetischen Produktänderungen gewinnt. Heute wird ein ganzheitlicher Ansatz entscheidend – von der Systemkonstruktion über die Montage bis hin zum täglichen Nutzungskomfort.

HYBRID – ein bahnbrechender Kompromiss
Einer der stärksten Trends auf der Fensterbau Frontale 2026 waren hybride Lösungen, die immer mutiger die Welt von PVC und Aluminium miteinander verbinden. Anstatt „entweder–oder“ zu wählen, hat der Markt heute die Möglichkeit, die Ästhetik von Aluminium mit der guten Isolierung und den vernünftigen Kosten von PVC-Systemen zu kombinieren. Ein gutes Beispiel von der Messe ist das ASH 80 HYBRID von Aluron. Das System reagiert auf ein sehr konkretes Bedürfnis: Der Investor möchte die optische Wirkung von Aluminium, erwartet jedoch eine bessere Isolierung und wirtschaftlichere Kosten. Die Verbindung von äußeren Aluminiumprofilen mit einem Kunststoffkern bietet in der Praxis modernes Design, gute Wärme- und Schalldämmung sowie geringeres Gewicht und einfachere Verarbeitung. Wichtig ist, dass dies kein Einzelfall ist. Den gleichen Weg verfolgen neben Aluron auch andere PAGEN Partner wie Schüco oder Salamander, die in Deutschland ebenfalls ihre hybriden Lösungen präsentierten. Hybride bleiben weiterhin eine interessante Entwicklungsrichtung – eine, die zeigt, wie Hersteller nach einem Gleichgewicht zwischen Design, Parametern und Kosten suchen und gleichzeitig deutlich auf reale Kundenbedürfnisse reagieren.

Niedrige Schwellen als Muss auf dem deutschen Marktt
Ein weiteres deutliches Signal aus Nürnberg – diesmal direkt vom deutschen Markt – ist der Standard „barrier-free“ gemäß DIN 18040. Das bedeutet eines: Schwellen im Bereich von 0–20 mm sind kein Premium Zusatz mehr, sondern werden zu einem verpflichtenden Planungselement – zumindest auf dem deutschen Markt. „Schwellenlose“ Lösungen bieten Komfort für alle – von Familien mit Kindern bis zu älteren Menschen. Zudem entsprechen sie den steigenden Anforderungen in der Planung und in Förderprogrammen. Wenn ein Produkt keine niedrige Schwelle bietet, verliert es auf dem deutschen Markt schlicht an Wettbewerbsfähigkeit. In diesen Trend fügen sich unter anderem die Lösungen von Alumaster ein, wie COMBI PLAN 0,0 mm, COMBI 20 mm sowie magnetische Schwellen, bei denen ein barrierefreier Durchgang mit einer sorgfältig ausgearbeiteten Abdichtung der Tür nach dem Schließen kombiniert wird. Diese Lösungen ermöglichen sehr hohe Leistungsparameter, darunter Wasserdichtigkeit bis Klasse 9A/E750 sowie Schalldämmung bis 46 dB bei magnetischen Schwellen – was für den Endnutzer von großer Bedeutung ist.

Minimalismus und Funktionalität nach Schüco
Am Stand von Schüco – einem Premium Partner von PAGEN – dominierte klar ein Designansatz, der auf Minimalismus und maximale Lichtdurchflutung setzt. Eine Schlüsselrolle spielten große Verglasungen und Lösungen, die möglichst viel Licht bei möglichst schlanken Profilen ermöglichen. Zu den besonders beachteten Systemen gehörte das Panorama Balkonfenster Living mit einem ultradünnen Flügel sowie Schüco Living Accent – entwickelt für einen noch minimalistischen Look und größere gestalterische Freiheit. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass moderne PVC Systeme sich optisch immer stärker dem Aluminium annähern. Besonderes Interesse weckte auch das LivingSlide mit Nullschwelle, das dem neuen „barrier-free“-Standard entspricht. Neben großen Verglasungen und einem komfortablen Durchgang bietet es Automatisierungslösungen – darunter mobile Steuerung oder Integration in Smart Home Systeme. In der Praxis bedeutet das eines: Minimalismus geht heute Hand in Hand mit Funktionalität, und Technologie soll den Nutzer unterstützen, dabei aber intuitiv und unaufdringlich bleiben.

Salamander – Design trifft
Technologie Salamander zeigte auf der Fensterbau Frontale 2026 eine Richtung, in der Technologie, Design und Umweltanspruch eine stimmige Einheit bilden. Im Mittelpunkt standen Lösungen, die nicht nur auf Marktanforderungen reagieren, sondern auch deutlich mit Form und Material experimentieren. In diesem Kontext zeigt bionHybrid die Entwicklung von Systemen, die verschiedene Materialtechnologien in einer Konstruktion verbinden – ohne starre Einteilung in „traditionelle“ Lösungen. Greta Fenster_dinkel geht noch einen Schritt weiter und betrachtet das Fenster als Element der Innenarchitektur, das die Ästhetik des Gebäudes mitgestalten soll, statt sie nur abzuschließen. Einen stärker praxisorientierten Charakter hat evolutionDrive HST levelZer0 – ein Schiebesystem mit nahezu flächenbündiger Schwelle, das einen fließenden Übergang zwischen Innenraum und Terrasse ermöglicht, bei voller Funktionalität großer Verglasungen. Auch dieses System erfüllt die Anforderungen an barrierefreies Bauen auf dem deutschen Markt gemäß DIN 18040. Es ist ein Beispiel dafür, wie Nutzerkomfort und Zugänglichkeit mit modernem Design Hand in Hand gehen.
Fazit
Die Messe in Nürnberg bestätigte eindeutig, dass die Fenster und Türenbranche in eine Phase eintritt, in der einzelne Parameter an Bedeutung verlieren. Entscheidend wird die Verbindung von Ästhetik, Funktionalität und realen Nutzerbedürfnissen. Der gemeinsame Nenner aller Präsentationen ist klar: Technologie soll nicht nur besser funktionieren, sondern vor allem besser auf die Art reagieren, wie Menschen heute leben und Räume nutzen.